In der Winternacht
hängt ein Himmelskörper rot und schwer in den Bäumen.
So schwer, dass unklar bleibt
Viele Minuten und Meter lang
Ob es
Er
Ist
Ob er gehalten wird von den Ästen
Oder aber ob er fallen wird
Und ob nicht die optische Täuschung regiert.
Wüstenfarben das Licht und
Asymmetrisch die Kugel als
übte sich ein Riese in sanfter Fingergymnastik.
Ich laufe in dieser Verwirrung weiter zu
Auf ihn, der sich entzieht -
Und die Winternacht dampft.
Der Mond ist kein Scheinriese
rufen die Baumskelette -
sie müssen es wissen und
ich vertraue ihnen.
Doch was passiert, wenn er nicht gehalten wird,sondern
trunken stürzt
und auf das Zurückfedern hoffen muss.
Vielleicht muss ich der Erde helfen
ruft etwas in mir – bloß
schaltet Laufen nunmal das Frontalhirn
aus.
Die Dimensionen verschwimmen ineinander
Und die kosmischen Abstände werden begreifbar
In ihren bestehenden Illusionen.
Der Mond fällt also auf den Columbiadamm -
Fast
Ich habe den Mond aufhalten können.
Hast du Zugang zu einem Stück Himmel
Mit Mond? Möchte ich fragen
Am Telefon vielleicht,
wenn ich denn gerne telefonierte.
Eine Amsel zumindest redet dann laut
In der Winternacht
in dieser verrückten Welt.
17.2.17 01:21
 

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